Meine Hunde Nana und Baxter Nana auf dem Sofa Nana unter einem Kissen

Nana - ein kleines Glück

Hier möchte ich euch meine Lebensgeschichte erzählen, nehmt Euch bitte ein bisschen Zeit dafür:

Geboren bin ich nach eurer Zeitrechnung am 21.Oktober 2007 in Datterode zusammen mit meinen sechs Geschwistern. Ich gehöre zum zweiten Wurf meiner Mama, dem sogenannten B-Wurf. Meine Mama Paula und mein Papa Rex haben dort eine kleine Schafherde gehütet. An die ersten Tage meines Lebens kann ich mich gar nicht mehr erinnern.
Welpen des B-Wurfes, rechts ist Nana
Aber am 6.Januar ging für mich die Sonne auf, da kamen 2 Menschen, die wollten gern einen kleinen Border-Collie haben. Jetzt sah ich meine Chance, die musste ich überzeugen. Vor allem, da der männliche Mensch eigentlich gar keinen Hund haben wollte. Doch nun habe ich meinen ganzen Charme eingesetzt, als der Mann sich uns Welpen angeschaut hat. Egal welchen er sich von uns angeschaut hat, ich habe mich in Position gebracht und meine Brüder und Schwestern weggeschubst. Schnell hat der weibliche Mensch kapiert und auch nur kurze Zeit später der männliche, dass ich die Richtige für sie bin. Sie haben noch mit meinem Besitzer gesprochen, dann sind sie leider fortgegangen. Ich dachte schon mich will gar keiner mehr. Aber fünf Tage später, am 11.Januar kamen sie wieder und haben mich aus meiner Familie herausgenommen. Dieses war doch ein wenig traurig, kannte ich doch jetzt keinen mehr.

Ich bin jetzt nicht nur ein Hundewelpe. Ich habe einen Namen bekommen. Ich heiße Nana.
Sie sagen, dass ich wegen einem Hund aus dem Fernsehen, was immer das sein mag, so heiße. Der sei sehr schlau, so wie ich auch sein soll.

Die Zwei haben mich mitgenommen und in ein seltsames Teil eingeladen, das sich dann bewegt hat. Mir war vielleicht so schlecht, dass ich mich übergeben habe, so hat es geschaukelt.
Nana als Welpe
Dann die Ankunft im meinem neuen Zuhause, wie die Zwei gesagt haben. Alle haben mich angeschaut. Meine neuen Besitzer, ich nenne sie mal meine Leute, nennen sich selbst Frauchen und Herrchen. Und dann waren da noch Oma und Opa. Der Opa, den hatte ich sofort um den Finger gewickelt. Der wäre mit mir bis ans Ende der Welt gefahren. Bei dem durfte ich später alles, da gab es keine Verbote.

Meine Leute, die haben sich für mich ins Zeug gelegt, was die alle für mich angeschafft hatten: Ein Körbchen mit Kissen und einen höhenverstellbaren Fressnapf, was ich so auf den ersten Blick sah und was weiß ich noch alles.

Nun lag ich in meinem eigenen Körbchen und traute mich erst gar nicht raus, um die neue Welt zu erkunden. Der Fußboden war gar nicht so wie ich ihn kannte, der war so glatt und glänzte. Das war mir nicht geheuer. Sie haben alles versucht, damit ich heraus komme.
Sie haben sogar Zeitung auf den Fußboden gelegt, damit dieser anders aussah. Irgendwann habe ich mich dann getraut und bin aus dem Körbchen gekommen und da waren die glücklich. Das habe ich ihnen angesehen. Vor allem das Herrchen war erleichtert.
Nana beim Trinken
Dann hat mich der Durst gepackt und ich ging an den Wassernapf. Ich traute mich nicht zu trinken, da guckte einer aus dem Napf. Ich habe mich vielleicht erschrocken. Da war der Durst fast weg vor Schreck. Ich bekam dann einen anderen Napf, worin ich mich nicht gespiegelt habe, wie sie gesagt haben, da konnte ich meinen Durst löschen.

Die ersten Tage im neuen Zuhause waren sehr schön, alles drehte sich nur um mich. Sie sagten, ich wäre ihre Prinzessin. Wie die mich verwöhnt haben, muss das doch etwas Besonderes sein. Ich habe viel Spielzeug bekommen, damit es mir bei ihnen auch gefällt.
Auch haben sie einen bunten Ball schon mit gehabt in meinem alten Zuhause und den an meiner Mama gerieben, damit ich jetzt ab und zu wenn ich einsam bin und nicht einschlafen kann, noch den Geruch meiner Mama habe, der mich beruhigt.
Nana schläft
Fast je­den Tag wur­de ich ein­mal hoch­ge­ho­ben von Frau­chen oder Herr­chen und sie sind mit mir auf die Waage gestiegen. Dann haben sie kontrolliert, ob ich auch zunehme und wachse.

Als ich mich das erste kurz zu Wort meldete, war die Freude bei meinen Leuten groß, eine Woche später legte ich so richtig los, da waren die aber begeistert. Dachten wohl ich wäre ein Fisch, aber auch ich habe was zu erzählen. Am liebsten, wenn Herrchen von der Arbeit kommt, dann begrüße ich ihn mit einem freundlichen Wauwauwau. Und wenn wir draußen waren, habe ich ihn direkt schon am Auto begrüßt. Da freut er sich besonders. Mein letztes Wauwauwau habe ich ein paar Tage vor meinem 12. Ge­burts­tag (16.10.2019) von mir gegeben, als meine Cousine und Cousin zu Besuch kamen. Eigentlich sind die ja nur mit meinen Leuten verwandt, aber ich nenne sie mal so.
Nana sagt Bitte
Vor lauter Spielen ist mir doch ab und zu ein Malheurchen passiert und ich musste plötzlich Pippi. Doch sie haben nicht immer geschimpft, wenn es im Haus war. Sie haben sich alle Mühe gegeben, dass ich nur noch draußen meine Geschäfte verrichte und ich habe es gelernt.

Auch die Kommandos Sitz, Platz, Pfötchen, Nein, Auf, Steh, Hopp und Runter sind leichte Übungen, die habe ich ganz schnell gelernt. Möchte ich etwas haben und ich bekomme es nicht gleich, habe ich durch Pfötchen heben angezeigt, dass ich es haben möchte. Meine Leute nannten das "Bitte" machen.

Auch waren wir einmal in der Hundeschule zum Schnupperkurs. Die Kennenlernphase mit anderen Welpen war ganz schön, doch dann sollten wir auch etwas lernen. In der Stunde kam ich zweimal dran, um zu zeigen, wie intelligent ich bin. Das war blöd. Mein Frauchen hat gesagt, das wir hier lernen, das lerne ich auch zuhause. Und ich habe alles gelernt, was meine Leute mir beigebracht haben!

Von Anfang an ging Frauchen oder Herrchen mit mir immer wieder Gassi.
Mit Frauchen habe ich immer Gassigänge durch das Dorf unternommen. Ich sollte doch Bekanntschaften mit meiner Art machen. Da habe ich Henry, Clio, Kathy, Aiko, Bodo, Beauty, Camillo, Timmi, Enok und weitere kennengelernt. Frauchen kannte dann auch alle Hunde, aber nicht Frauchen oder Herrchen davon. Aber das kam dann auch bald.
Nana in der AußenwohnungDie Ausflüge mit Herrchen gingen meistens an die stillgelegte Bahnstrecke. Da waren Gassigänge gleich Bahnspaziergänge. Immer neue Gegend und neue Gerüche.

Herrchen hatte für mich eine Außenwohnung bestellt und wollte für mich ein eigenes kleines Reich bauen. Die bestellte Außenwohnung haben wir schon ein paar Tage später abgeholt.
Dabei haben wir auch noch eine große Huskyfamilie besucht. Bei denen ist ja richtig was los. Ich habe mal die Vorstehhaltung gemacht, das ist einfach "Bitte" machen im Stehen. Da haben alle gestaunt. Ich habe dort eine Ente gesehen und wollte mal schnuppern, die ist gleich abgehauen bis in den Teich. Die Menschen waren alle sehr aufgeregt, dachten wohl, ich wollte sie mitnehmen. Nachdem mein kleines eigenes Reich fertig war, durfte ich rein und habe dort auch eine Nacht verbracht. Meine Leute konnten gar nicht schlafen vor Sorge, dass ich so alleine bin. Danach habe ich dort nicht mehr übernachtet, war nur noch tagsüber mal drin. War nicht weiter schlimm, bin ganz gern mal rein. Aber bei meinen Leuten nachts zu sein ist sowieso das Beste.
Nana kubbelt auf dem Gras
Direkt vor meinem neuen kleinen Reich habe ich meinen Lieblings-Draußen-Platz gefunden. Hier liege ich am liebsten im Rasen. Und wenn ich mich draußen wohlfühle, kubbele ich mich auf dem Gras, damit es auch jeder sieht, dass es mir gut geht.

Auch wenn ich mich beim Schlafen wohlfühle, sieht man das, da liege ich mit den Füßen in die Luft auf dem Rücken.
Nana
Wenn ich neu­en Leu­ten be­geg­ne, muss ich die erst­mal von mir über­zeugen, also drauf zu. Mein Herr­chen und Frau­chen woll­ten das so aber nicht. Immer erst vorsichtig nähern, sie sagten, es mag nicht jeder jeden. Auch sollte ich bei fremden Hunden vorsichtig sein. Aber ich dachte doch immer, sind alle so lieb wie ich.

Gab es mal wieder ein neues Spielzeug, da war ich vor lauter Freude nicht mehr zu halten. Meine Leute haben dem Spielzeug einen eigenen Namen gegeben, den ich mir sofort gemerkt habe. Denn jedes Spielzeug hatte einen eigenen Namen bekommen. Am Ende hatte ich soviel, dass Herrchen und Frauchen gar nicht mehr wussten, wie alles hieß, aber ich! Nana mit Spielzeug
Denn ich spiele für mein Leben gern, ob drin oder draußen. Und was ich als erstes gelernt habe ist, wenn ich einen Ball zurückbringe, wird er wieder geworfen. Wenn ich ihn nicht mehr hergebe, ist das Spiel beendet. Also immer schön wieder bringen den Ball, das nennt man apportieren. Mein Frauchen sagt, darin bin ich ein Naturtalent. Andere Hundebesitzer haben das gesehen und waren neidisch, dass ich das kann und ihr Hund nicht. Und das schönste Spiel von allen ist aber Frisbee werfen. Der fliegt so schön und ich fange ihn in der Luft. Dabei bin ich nicht mehr zu halten, das könnte ich unendlich machen. Doch meine Leute sagten, wenn Schluss ist, sonst würde ich mich zu sehr verausgaben.

Beim Frisbee spielen hat mein Frauchen sich das Sprunggelenk angebrochen und konnte nicht mehr aufstehen. Ich habe das ignoriert und ihr als weiter den Frisbee vor die "Füße" geworfen. Wegen so einer kleinen Verletzung sich anzustellen, typisch Mensch. Wegen der Verletzung musste sie an Krücken laufen. Einmal ist eine umgefallen und hätte mich bald erschlagen. Seitdem mache ich um Krücken und Stöcke einen großen Bogen. Das ist gesünder.

Frisbee spielen war nur auf dem Rasen angesagt, auf anderen Böden (Pflaster, Asphalt) habe ich mir schon ein wenig die Zähne abgeschliffen, deswegen wurde dort nicht gespielt.

Dann hat der Henry mir mal den Frisbee abgenommen und fast kaputt gebissen. Seitdem wurde ich schon mal böse, wenn einer an mein Spielzeug wollte.

Dann wollte Herrchen mit mir einen Wettlauf machen. Das war für ihn eine Pleite. Ich war schon auf halben Weg zurück, da kam er erst entgegen. Was war der langsam!
Nana
Morgens nach dem Wachwerden war immer eine Schmusezeit mit Frauchen angesagt. Das war unser frühmorgendliches Ritual. So haben wir es immer gehalten. Ich bin immer gern zu Frauchen ins Bett gesprungen, beim Rausspringen war ich mir nicht immer ganz sicher. Herrchen hat für mich eine Treppe fürs Bett gebaut, auf der bin ich dann herunter gelaufen.
Ein abendliches Zu-Bett-Geh-Ritual gab es auch noch. Nachdem letzten Pippigang gab es ein Dentastix zum Zähneputzen. Danach war Nachtruhe angesagt.

Wenn Herrchen und Frauchen mal beide nicht da waren, musste ich zu Opa und Oma, da war ich schon ganz aufgeregt und voller Vorfreude. Da rannte ich schon vor Aufregung dauernd im Kreis. Und unten vor der Tür bellte ich schon, weil diese nicht schnell genug geöffnet wurde. Opa hat dann alle Arbeiten eingestellt und war nur für mich da. Er hat mir Stumpenase beigebracht. Das ist eine Art apportieren, dabei schiebe ich den Ball mit meiner Nase vor mir her, bis er bei Opa ist. Der schießt ihn wieder weg und so geht es von vorn los. Ein tolles Spiel. Dabei habe ich das Spiel soweit perfektioniert, das der Ball beim Anstumpen zielgenau in die gewünschte Richtung rollt.

Spielen mit Opa macht schon Spaß, da er sich nur um mich kümmert, aber er hat immer Angst, dass ich mich überanstrenge. Manchmal war ich auch schon aus der Puste beim Spielen. Er hat das falsch verstanden. Danach wurde immer nur noch 1,2,3 und Ruhen gespielt. 3-mal durfte ich den Ball fangen, dann war Pause angesagt. Das war dann nicht mehr so schön.
Nana mit Spielzeug
Als ich noch sehr jung war, hatte ich überschüssige Energie, die ich, wenn drinne nichts los war, mit Sofaspringen "abgearbeitet" habe. Da bin ich von einem Sofa runter, aufs andere Sofa rauf, wieder runter zurück aufs erste und das als im Kreis. Das ging dann zehn- zwanzigmal hintereinander so. Da hatten meine Leute Angst, dass ich mich verletze, da ich so wüst war, aber ich hatte alles im Griff.

Bei tagelangem Shitwetter war Gassi gehen manchmal nicht möglich, und drin spielen hat mich nicht so ermüdet. Aber zwei Tage kein Gassigang, dann habe ich alles malträtiert, bis wir Gassi gegangen sind. Egal bei welchem Wetter. Und danach kam das Waschprogramm dran. Füße waschen war unter anderem angesagt. Da musste ich immer die Pfötchen heben. Nach drei habe ich aufgehört. Herrchen und Frauchen sagten dann aber immer, du hast 4 Pfötchen, nicht nur drei. Und wenn meine Leute mich gewaschen haben, habe auch ich sie gewaschen. Dann ging es nach dem Motto: Wäscht Du mich, wasch ich Dich!
Nana mit Trichter
Immer mal wieder musste ich zum Arzt, damit meine Leute wussten, ob ich gesund bin. Mal bekam eine Spritze, damit ich keine Krankheiten bekam. Dann mal wieder Blut abgenommen, um zu sehen, dass ich keine hatte. Doch einmal war es die Krönung. Mich hatte eine Zecke gebissen und die ging nicht raus. Also ab zum Arzt, doch hier war nur eine Vertretung da, die sollte helfen. Hat sie auch, doch sie schickte meine Leute während der Behandlung raus. Ich bekam Panik ohne meine Leute, das geht gar nicht! Hat sie mich doch zweimal sediert. Danach war ich so ruhig, dass nachts noch mal der Arzt kommen musste und mir ein Gegenmittel verabreichte. Dann war alles wieder normal. Zukünftig gilt für alle: Herrchen und Frauchen bleiben beim Arztbesuch bei mir!

Nach so einigen Arztbesuchen hätte ich eine Halskrause gebraucht, so der Arzt, doch meine Leute merkten schnell, dass ich den Trichter nicht brauche. Wenn man mir gesagt hat, dass ich an die Wunde nicht dran darf, habe ich das befolgt. Denn noch blöder als das die Wunde juckt, ist nur noch der doofe Trichter. Also Jucken ignorieren und frei beweglich sein!

Beim Gassi gehen war ich am Anfang immer nur angeleint, meine Leute hatten nach einiger Zeit Vertrauen zu mir, und haben mich abgeleint. Ich habe sie nicht enttäuscht und bin bei ihnen geblieben. Was waren die stolz. Sie haben sich eine Pfeife zugelegt, die kam zum Einsatz, wenn es wichtig war zurück zu kommen. Da man mich auch zur Selbständigkeit erzogen hat, habe ich auch mal gemacht, was ich möchte. Man ist ja schließlich auch erwachsen geworden.

Dann haben sie für mich ein besonders weiches Kissen bestellt, das sogenannte Doggy-Bag. Das war ein Reinfall, ich mochte das gar nicht, das hat sich unter meinen Füßen als bewegt und so komisch gekrüschelt. Das wollte ich nicht und habe mich auch nicht darauf gelegt.
So schnell wie das da war, war es auch wieder weg. Gut so!

Wildtiere sind interessant, aber warum sollte ich hinterherlaufen, wo daheim der Napf immer gut gefüllt ist. So sah ich mehrmals beim Gassi Gehen einen Hasen, der vor uns herlief oder unseren Weg kreuzte. Ich war zwar neugierig und habe hinterher geschaut, aber dann ging es des Weges weiter.
Wolf am Zaun im Tierpark Sababurg
Zusammen mit meinen Leuten war ich im Tierpark Sababurg. Das war anstrengend, ging doch laufend eine Glocke und die hat mich ganz irr gemacht. Ich war gestresst, erst als wir bei den Wölfen waren, kam ich zur Ruhe. Kam doch ein Wolf zur mir an den Zaun und wollte mit mir spielen. Er hat es eindeutig angezeigt, da haben meine Leute gestaunt. Die haben gesagt, das glaubt doch keiner. Wieder zuhause angekommen, war ich so erschöpft, dass ich die ganze Nacht und die meiste Zeit des nächsten Tages verschlafen habe.

Ein ganz besonderes Erlebnis, wo mir mulmig war, als meine Leute mit mir ein Stück mit der Draisine gefahren sind. Frauchen hat mich festgehalten, damit mir nichts passiert. Mir war das aber unheimlich.

Wenn ich irgendwo neu bin, muss ich erstmal alles erkunden. Da laufe ich überall erstmal herum und muss alles auskundschaften. Man muss ja schließlich Bescheid wissen, was hier alles so los ist.
Nana
Nach einem langen Gassigang oder draußen spielen, haben meine Leute immer etwas zu trinken dabei, damit ich meinen Durst löschen kann. Am besten schmeckt's dabei direkt aus der Flasche. Zuhause angekommen waren meine Leute erst mal erschöpft, ich war nach 5 Minuten wieder fit und habe den Ball geholt und ihnen vor die Füße geworfen. Jetzt wird wieder gespielt.

Da habe ich mir auch schon mal die Bällchen selbst von der Fensterbank geholt. Und dann mit Frauchen Bällchen gespielt, wenn sie dann mal beim Geschirrspüler leer räumen war, habe ich die Bälle immer unter die geöffnete Klappe geschossen. Das war für mich ein Riesenspaß. Auch unter die Schränke habe ich sie immer wieder geschossen. Da wurden dann Bretter drunter gemacht, damit die Bälle nicht mehr darunter rollten.

Wenn draußen die Jäger geschossen haben, hatte ich am Anfang auch immer Angst, doch meine Leute haben mich immer beruhigt, dass alles gut ist. Später habe ich dann immer meine Leute bei einem lauten Geräusch angeschaut und wenn diese gesagt haben, dass alles gut ist, war ich beruhigt und habe alles locker genommen. Auch an Sylvester mit den hellen Lichter und den lauten Geräusche fand ich es unheimlich. Einmal war ich mit Herrchen im Haus unterwegs, da habe ich das Sylvesterfeuerwerk gesehen, da hatte ich Angst. Und es auch nicht mehr so schnell vergessen. Und das jedes Jahr aufs Neue. Das gleiche gilt auch bei Gewitter.
Nana mit Sternchen
Mein Sternchen habe ich lieb, eigentlich soll es ja eine Sonne darstellen, aber manchmal habe ich auch in die Bommel gebissen, dass fanden meine Leute nicht so gut.

Da sind wir, meine Leute und ich, mal Gassi gegangen. Da war schon als ein Brummen am Himmel und ich sah einen seltsamen riesigen Vogel. Von so was habe ich noch nie gehört. Ich war schon auf "Hab-Acht-Stellung". Plötzlich wollte der riesige Vogel landen und kam auf uns zu. Da ich nicht angeleint war und mir das nicht geheuer war, habe ich die Flucht ergriffen. Ich bin bis an den Waldrand gelaufen und habe mich unter den Bäumen versteckt, da kam der riesige Vogel nicht hin, der hätte sich in den Bäumen verfangen. Dort habe ich auf mein Herrchen gewartet. Meine Leute haben sich vielleicht Sorgen um mich gemacht, doch ich wollte nur in Deckung gehen. Sie sagten mir, dass es gar kein Vogel war, sondern ein Motorgleiter. Mit dem Teil brauche ich keine Begegnung mehr!
Nana
Ich war einmal so angenervt vom Ein­kaufen. Da haben meine Leute gesagt, dass ich loslaufen durfte und mir im Laden mein eigenes Spielzeug aussuchen dürfte. Ich kam mit einem Plüschkissen wieder, sie haben es Wunsch genannt.

Wenn mir etwas nicht gepasst hat, habe ich es angezeigt und sie einfach nicht beachtet. Strafe muss sein!

Wenn ich die ersten Schneeflocken im Winter gesehen habe, war mir das unheimlich. Da traute ich mich nicht vor die Tür. Da musste mich Herrchen oder Frauchen immer sachte anschieben und mir sagen, dass alles gut ist. Aber wenn dann richtig viel Schnee liegt, habe ich vor lauter Freude Schneepflügen gemacht, das heißt, ich habe die Nase in den Schnee eingetaucht und bin dann losgelaufen, Schneepflügen also. Im Schnee, wenn ich mich schon angestrengt habe, dann schnaufe ich wie eine Dampflok in Fahrt, sagt mein Herrchen.
Nana im Schnee
Eines Tages waren meine Leute mit mir unterwegs, da haben wir Henry mit seinem Herrchen getroffen. Da ist der Henry ausgebüxt. Meine Leute haben gesagt: "Hol Henry zurück". Da bin ich los und habe ihn zurückgeholt. Dem sein Herrchen hat vielleicht gestaunt.

Wir drei waren mal unterwegs und haben gesehen, dass Schafe außerhalb ihrer Weide waren. Da habe ich mitgeholfen, die Schafe wieder auf Weide zurückzutreiben.

Meine Leute haben mir beigebracht, dass ich auf Kommando Laut geben soll. Besonders wichtig war das, wenn ich irgendwo rein wollte. Stand ich bei Opa vor der Tür, habe ich gebellt, so wusste er Bescheid, dass ich da war. Auch wenn ich abends hoch wollte, stand ich bei meinen Leuten vor der Tür und habe das durch Laut geben mitgeteilt, dass sie die Tür öffnen sollten.

Opa hat mal auf einem Rohr wie auf einem Alphorn geblasen, das hat mir so Spaß gemacht, da habe ich vor lauter Freude mitgebellt und dabei sogar geheult wie ein Wolf. Fast solange wie Opa auf dem Rohr geblasen hat.
Nana mit Krake
Die Krake, die ich mal geschenkt bekommen habe, fand ich am Anfang etwas blöd. Die hatte ein Haarbüschel auf dem Kopf. Kraken haben keine Haare. Da habe ich solange dran gezupft, bis ich die herausgerissen hatte. Dann hatte sie ein Loch im Kopf. Das musste Frauchen wieder zunähen. Jetzt war es eine Krake.

Auch kann ich Küsschen geben. Manchmal auch mit Anlauf. Wenn ich dachte, dass ich zu stürmisch war, habe ich vorher abgebremst, so kam das Küsschen gar nicht an. Aber der Wille zählt.

Die Wörter Husky, Border-Collie und manchmal auch die Wörter Katze oder Opel-Zoo, sind Wörter, da springe ich voll drauf an. Da muss ich mit Bellen immer meinen Kommentar mit abgeben.
Nana im Auto
Ich habe mich mal aus lauter "Wollust" beim Gassi gehen im Mist gewälzt, danach war zu Hause zweimal Baden angesagt. Einmal von Herrchen in der Waschküche, einmal von Frauchen in der Badewanne. Ich habe danach um Mist einen großen Bogen gemacht. Nie wieder 2-mal baden hintereinander.

Autofahren am Anfang war es doof. Doch wir sind dann immer zum Spielen losgefahren. Das war schön. Dann war Autofahren schön.
Nur eins hat mich immer erschreckt, wenn bei Regen der Wischer sich ab und zu mal bewegt hat, da musste ich mich abducken, damit der mich nicht erwischt.

Wenn mir zu warm war, lag ich am liebsten auf dem kalten Boden. Meine Leute sagten immer: "Nana, dass ist doch viel zu hart". Doch mich hat das nicht gestört, Hauptsache kühl.
Nana auf Fußboden
Zuerst habe ich immer im Bad geschlafen, da meine Leute gedacht haben, ich mache nachts noch rein. Dann bekam ich ein zweites Bett, ein Plüsch-Körbchen, damit war der Eintritt ins Menschen-Schlafzimmer genehmigt. Und ich habe mich vorbildlich benommen. Auch haben sie für mich ein Nachtlicht eingeschaltet, damit ich im Dunkeln nirgends vor laufe.

Weil ich immer wieder mal traurig war und auch manchmal einsam, haben sie mir einen Spielkameraden versprochen.

Ich durfte mir einen Hund aussuchen.

Nana und Baxter im KörbchenMein ehe­ma­liger Be­sit­zer hat­te mit mei­nen El­tern wie­der einen Wurf. Das haben sie beim Körbchen-Kauf gesehen. Dort sind wir hingefahren. Das waren alle meine Geschwister. Sieben kleine Welpen waren da. Die waren ja fast alle nervig, vor allem die 4 Mädels. Denen habe ich es aber gezeigt. Von den 3 Jungs war einer ganz in Ordnung. Den haben wir dann mitgenommen. Baxter haben sie ihn genannt. Aber mit Vorbehalt, wenn er mir auf die Nerven gefallen wäre, hätte ich es ihm gezeigt, und er wäre zurückgegangen.

Baxter war am Anfang doch etwas nervig. Suchte er doch als die Nähe bei mir. Ich bin immer erstmal auf Abstand gegangen. Später war es dann auch nicht mehr so schlimm.

Frauchen hört am liebsten Musik, die mag ich auch. Da laufe ich vor lauter Freude mit dem Ball im Mund um den Tisch. Mein erstes Lieblingslied war: Eine Insel mit zwei Bergen.
Nana nimmt Baxter den Ball ab
Da ich dabei auch ein wenig gesabbert habe, wurde der Fußboden auch langsam zu glatt, so dass ich auch mal ausgerutscht bin. Da haben meine Leute die Küche für uns mit Teppich ausgelegt, jetzt hatte ich mehr Grip und ich bin auch nicht mehr ausgerutscht.

Wenn Baxter mit meinen Bällen spielt, zur Info, mir sind alle Bälle, könnte ich verrückt werden. Denn sein Spielen heißt manchmal auch, dass er diese als knetscht. Dann muss ich allen Mut zusammen nehmen, um ihm den Ball abzunehmen. Auch habe ich mich dann immer aufgeregt und dann vor Frust mit Ball im Mund laufend den Kopf geschüttelt und gebellt. Mein Frauchen nennt das Headbanking. Aber der hört einfach nicht auf, bis Frauchen oder Herrchen das Spielen verbieten. Der Baxter ist doch manchmal doof!

Wenn ich Hunger habe, dann zeige ich das an dadurch, dass ich den Futternapf schon mal auslecke. Ich mag Abwechslung beim Essen, deswegen mag ich nicht für immer und ewig das gleiche Futter. Irgendwann ist es mal genug, dann kann das Futter fressen wer will. Und ich mache Nahrungsverweigerung. Wenn es dann eine andere Futtersorte gibt, habe ich auch wieder Hunger. Am Anfang haben meine Leute das nicht verstanden und haben es mit gut zureden versucht. Da sollte ich für jeden möglichen Hund mitessen. Eins für Bodo, eins für Beauty, eins für Balou, usw.. Später haben sie verstanden und dann immer mal wieder das Futter gewechselt. Wenn Herrchen oder Frauchen mein Futter zubereitet haben, habe ich schon fast Kapriolen gemacht, wie Männchen und bin schon mal vor Aufregung im Kreis gelaufen. Auch habe ich schon mal geweint, damit sie wissen, dass ich schon heftig Hunger habe.
Nana und Baxter am Fressnapf Nachdem Essen wird immer der Napf schön sauber geleckt. Und weil das Baxter nicht so gut macht, habe ich seinen Napf mit aufgewaschen. Auch ist jetzt Ruhen angesagt für eine Stunde. Das habe ich befolgt, aber nicht länger, ich wusste wenn die Stunde um war. Dann habe ich meinen Leute wieder den Ball vor die Füße geworfen, damit sie wussten: Jetzt ist wieder Spielezeit. Doch manchmal haben wir uns gleich nach dem Essen gegenseitig gestänkert und wollten uns dalmen, das haben dann Herrchen oder Frauchen untersagt, dann mussten wir gehorchen, denn mit vollen Bauch war es nicht gesund für herumzutoben.

Vor dem Gassi gehen bin ich immer ganz aufgeregt und hopse aufs Sofa, dann bekomme ich das Geschirr an, dann muss ich mich runter schütteln, mein Haarkleid richtig legen und wieder aufs Sofa vor Aufregung. Das mit dem Schütteln habe ich auch nach dem Geschirr abziehen gemacht, damit alles wieder gerade liegt. Auch auf Befehl habe ich mich geschüttelt, wenn es nötig war.
Nana
Beim Rum­toben auf der Wie­se mit Hai­ly bin ich ein Mau­se­loch ge­tre­ten. Da habe ich mir das Schultergelenk stark verletzt. Das hat wehgetan. Ich konnte nicht mehr laufen. Herrchen hat mich ein Stück erstmal getragen. Mit Schmerztabletten und Grünlippmuschelpulver wurde es dann wieder etwas besser. Ganz weg ging es nicht mehr. Wenn es mir zuviel wurde fing ich wieder an zu humpeln. Mit der Zeit wusste ich, wie weit es ganz gut ging, dann habe ich angezeigt, dass wir umdrehen und zurück mussten. Meine Leute haben das verstanden. Wenn wir zu viert Gassi gegangen sind, ist Frauchen mit Baxter immer ein ganzes Stück weiter gegangen, damit er auch mehr Auslauf hatte. Herrchen machte mit mir Pause, bis die beiden zurückkamen. Ich wäre auch gern mitgelaufen, aber es war zu anstrengend, das wussten meine Leute.

Wenn wir von draußen reingekommen sind, stand ich immer vor der Tür zu Opa, den ich besuchen wollte, da er nur für mich da ist. Nach dem Gassi gehen sind wir manchmal bei Opa und Oma kurz eingekehrt sind, da habe ich mich erstmal richtig satt getrunken, denn bei Opa schmeckt das Wasser am Besten.Nana unter dem Tisch

Auch habe ich bei Opa und Oma immer Lassie geschaut und durfte auch dabei mal bellen. Die fanden das toll, weil ich so eine schöne Stimme habe.

Am liebsten stand ich immer am Esstisch und erbettelte schönes leckeres Menschenessen, auch wenn ich es nicht vertrug. Ich habe da durchgehalten, bis ich mal geschimpft wurde, dass ich zuviel bettelte. Dann musste ich Platz machen.

Wir alle, meine Leute, Baxter und ich waren mal zu einer Fotosession, da war ein Fotograf, der Hunde mag, vor allem Border-Collies. Der machte aber auch komische Geräusche, da musste ich als den Kopf drehen. Das hat der absichtlich gemacht, damit wir auf den Bildern gut "rüber kommen". Und Herrchen macht auch gern Fotos und Filme von uns, doch ich fand das einfach nur nervig! Da habe ich mich immer weggedreht.
Nana und Baxter auf einem Waldweg
Eines Tages habe ich ein Quiet­sche­ent­chen bekommen, das habe ich lieb und auch gut gehütet und auch öfters darumgetragen. Vor Bax­ter mussten wir es retten und so kam unter Verschluss und ich sah es auch nicht so oft.

Doch sollte ich in meinem späteren Leben diese eine Begegnung mit einem Ehepaar haben, wobei der Mann nach Baxter schlug. Doch diese Geschichte soll Euch dann Baxter erzählen.

Beim Gassi gehen hat Baxter immer mal nach mir geschaut und auch ab und an ein Küsschen gegeben. Wir waren mal auf einem Waldweg unterwegs, da habe ich etwas gerochen, ins Gebüsch geschaut und dabei habe ich eine Rotte Wildschweine entdeckt. Da haben wir aber Fersengeld gegeben, mit denen ist nicht zu spaßen.
Nana und Baxter im Auto
Als ich in mein neues Zu­hau­se ge­kom­men bin, hat mein Frau­chen sich in­ten­siv ge­küm­mert, da­zu ge­hör­te auch das täg­liche Käm­men. Später als wir dann noch Baxter dazu bekamen, war das nicht mehr so intensiv, da war ich froh. Nach so manchen Spaziergang waren wir doch ganz schön schmutzig und dann ging es zum Waschprogramm mit abschließendem Fönen. Mir hat das Fönen nichts ausgemacht, im Gegensatz zu Baxter, der hat am liebsten immer die Flucht ergriffen.
Nana in der Badewanne
Baden fand ich schon im­mer doof. Doch dann gab es ei­ne Zeit, da war mei­ne Haut so ko­misch, das ging nur mit Spezialshampoo weg, das regelmäßig angewendet werden musste. Das hieß jeden zweiten Tag baden. Da habe ich mich gewehrt und wollte nicht mehr, auch nicht mit Leckerchen. Aber es musste sein. Nach gefühlt 100-mal Baden war meine Haut wieder in Ordnung. Zum Glück.

Schwimmen wollte ich nie, Nasse und matschige Füße sind in Ordnung, aber wenn der Bauch nass wird, ging es aus dem Wasser. Zum Wasser zieht es mich immer hin, das fasziniert. Manchmal musste ich ausgebremst werden, damit ich nicht bei zu kaltem Wetter ins Wasser wollte.

Wenn wir nass oder kalt waren, mussten wir uns immer auf eine warme Decke oder Kissen legen und nicht auf den kalten Fußboden. Da gab es auch mal geschimpft, wenn das nicht befolgt wurde.
Nana trocknet, im Hintergrund Baxter
Krallen schneiden ist zwar ein Muss, geht aber gar nicht. Da erschrecke ich mich immer wieder und will Reißaus nehmen. Der Arzt hat noch nie alle Krallen an all meinen Pfoten geschafft.

Wenn's zum Pippi machen gehen soll, brauche ich immer etwas länger, weil ich nach dem Schlafen noch müde und nicht so schnell bin. Dann muss ich mich noch strecken, da aber schon die Tür offen ist und es kalt reinzieht, werde ich manchmal angeschoben oder auch mal ein wenig geschimpft, dass ich schneller machen soll.

Meine Lieblingsleckerchen waren immer Ochsenziemer, Rinderpansen und Entenbruststreifen. Und ab und zu gab es statt Trockenfutter auch mal ein Büchschen Nassfutter. Dann kam Baxter zu uns, der hat alles runter geschlungen und sich fast verschluckt dabei, da war es vorbei mit dem Ochsenziemer und Rinderpansen. Wir wollten ja nicht, dass er daran erstickt. Entenbruststreifen gab es nur noch kleingeschnitten. Zum Glück.
Nana mit Ochsenziemer
Als Obst und Gemüse bekam ich im­mer Ap­fel, Ba­na­ne, Gur­ke und Möh­re. Ap­fel, Gur­ke und Möh­re habe ich dann irgend­wann nicht mehr ver­tra­gen, ich weiß auch nicht warum. Dann gab es nur noch ab und zu eine Drit­tel Ba­na­ne für je­den, Herr­chen, Bax­ter und ich.

Wenn es draußen sehr kalt und windig war, bekam ich einen Mantel an, dass fand ich immer doof. Diese Anzieherei war mir ein Gräuel. Ich habe mich gefühlt wie ein Geschenkpaket. Erst musste ich den Mantel anziehen, dann das Geschirr und in den letzten Tagen kam noch die Tragehilfe hinzu. Beim Ausziehen war es natürlich umgekehrt, da habe ich schon freiwillig den Kopf aus allem herausgezogen. Manchmal haben sie mir "zurück" gesagt und ich wusste, dass ich den Kopf rausmachen musste.

Wenn ich meine Frauensache hatte, die Hitze, ging es danach an den Nestbau im Körbchen und dabei habe ich ein Plüschtier "gehütet". Ich war dann immer erschöpft. Der Tierarzt hat mich dann mit einer Vitamin B-Aufbauspritze wieder auf Vordermann gebracht.
Nana mit allen Spielsachen. Vorn ist Baxter, hinten Nana
Mit Opa bin ich mal bei Sonnenschein Gassi gegangen. Wir haben an der Pioniersbrücke Pause gemacht und die Nachbarinnen getroffen. Ich habe in der Sonne gelegen. Opa hat gesagt, ich soll mich in den Schatten legen, habe ich auch gemacht. Die Nachbarn haben aber gestaunt. Das mache ich doch zuhause auch, wenn meine Leute das sagen. Die wissen doch was mir gut tut oder nicht.

Zum Geburtstag wurden immer alle Spielsachen ausgeschüttet. Das ist schön, aber auch anstrengend, ich wusste gar nicht mehr, mit was ich spielen sollte bei der Auswahl.

Einmal haben wir so toll auf einer Wiese gespielt, da sind Baxter und ich zusammengestoßen mit den Köpfen. Das war schon heftig. Meine Leute haben sich um uns Sorgen gemacht.

Früher bin ich beim Gassi gehen immer vorne weg, war ja immer alles so interessant, später als ich alt war, nur noch hinterher getrullert, konnte nicht mehr so schnell. Haben meine Leute aber verstanden.

NanaHabe mir ir­gend­wann beim Spie­len mal ei­nen Schnei­de­zahn ab­ge­bro­chen, der musste raus, die Nerven lagen blank. Da wurde ich operiert und auch geröntgt, da hat man gesehen, das am meiner Schulter-Gelenkpfanne ein Stück abgebrochen war, was mir zu schaffen gemacht hat und auch immer wieder weh getan hat. Deswegen habe ich auch ab und zu gehinkt.

Nachts wenn ich tief geschlafen habe, träume ich von meinen Tageserlebnissen und dabei bin ich schon so manchen Meter gelaufen.

Früher kam ich noch allein in und aus dem Auto. Seit aber meine Schulter kaputt ist, hat Herrchen mich immer aus dem Auto gehoben, damit ich mir nicht weh tue, wenn ich aufkomme. Mit zunehmendem Alter ist mir das Hereinspringen auch schwerer gefallen, da haben sie mich auch hineingehoben.

Weil mein Alter mir zu schaffen machte, habe ich Vitamin B Tabletten bekommen und ein herzstärkendes Mittel, namens Cardio Zoon.
Nana
Um mei­ne Ge­sund­heit und Kno­chen und Ge­len­ke zu schonen haben sie mich auch mal auf Händen getragen, fand ich anfangs doof. Später, als ich gemerkt habe, dass ich es selber nicht mehr schaffe, war ich doch ganz froh, dass sie es gemacht haben und habe es dankbar angenommen. Zuerst nur, weil ich nicht mehr die Treppen laufen konnte, später haben sie mir auch auf geraden Fußboden geholfen.

Mein trauriger Gesundheitszustand ließ mich nicht so alt werden:
Linksseitig konnte ich meine Pfoten nicht mehr richtig anheben, da hat der Tierarzt einen Verdacht auf Hirntumor geäußert. Auch immer wieder haben mir epileptische Anfälle das Leben schwer gemacht.

Dann konnte ich keine Treppen mehr laufen und meine Leute haben mich auf Händen getragen. Zuletzt konnte ich kaum noch aufstehen und mich auf den Beinen halten.

Aber ich konnte doch mein Frauchen und Herrchen nicht allein lassen, dass trieb mir die Tränen in die Augen. Mein Tierarzt hat mich dann von meinen Leiden erlöst. Jetzt geht es mir besser. Meine Seele ist jetzt frei gelassen und konnte durch ein geöffnetes Fenster in die weite Welt entschwinden.

Ich wurde nur 4.433 Tage alt, das entspricht 88 Menschenjahren. Meine Rasse wird eigentlich im Durchschnitt etwas älter, so ungefähr gut 5.000 Tage. Doch ich habe das nicht geschafft.

Ich werde euch immer lieben und auch nicht vergessen
Herz-lichst Eure Nana Nana

Erklärung von Herrchen:
Gekrüschelt = Das Aneinanderreiben von Styroporkügelchen
Knetschen = Das dauernde auf einem Ball herumbeißen
Dalmen = Gegenseitig versuchen sich in Nase und Ohren zu beißen und dabei sich auf den Rücken werfen
Kubbeln = Das Herumwälzen über den Rücken
Getrullert = Das langsame Hinterherlaufen, dabei öfters eine Aufforderung zum Weitergehen
Stumpenase, Anstumpen = Ball mit der Nase anschubsen bzw. vor der Nase herrollen